Geschichte Bartensteins

Bartensteins exponierte geographische Lage führte bereits im 13. Jahrhundert dazu, dass auf dem Felsgrat eine Burg errichtet wurde. Seit 1234 sind die Ritter von Bartenstein verbürgt.

Schloss_Bartenstein_alter_Stich
Stich aus Meisners „Schatzkästlein“ (ca. 1635)

Die Kapuziner lassen sich mit einem „Hospitium“ dort nieder.

Zum Ende des 17. Jahrhunderts  wurde die Burg ‚durch Zufall‘ die Residenz der Grafen von Hohenlohe-Bartenstein. Philipp Karl, ein Erbe der katholischen Linie, war bis dato Reichskammerrichter in Wetzlar. Er wurde durch Losentscheid Herr der neu geschaffenen Grafschaft. Damals existierten im protestantischen Amt Bartenstein nur vier Gebäude: eine alte und eine neue Schafscheuer, ein Jägerhaus, ein Gasthaus (später „Zum Grünen Baum“) und eine Zehntscheuer. Der kleine Weiler mit diesen Gebäuden befand sich ca. 1 km östlich des Schlosses. Der neue Herr ließ unbewohnbare Gebäudeteile der Burg abreißen. Pläne für einen Neuaufbau gab es jedoch keine. Das Adelsgeschlecht beabsichtigte nicht, sich dort niederzulassen.

Aber 1716 wurde der Bau einer katholischen Schlosskirche – im Umland war man protestantisch – eingeweiht. Ostwärts des Schlosses begann man nun vorwiegend katholische Handwerker und Beamte anzusiedeln.

Im 18. Jahrhundert wird das Schloss durch eine ‚Stadtanlage‘ (1720-70) erweitert, die auf dem Reißbrett entworfen worden war. Mit dem Umbau und Wachstum der Residenz und der sich entwickelnden Verwaltung von Grafschaft und Oberamt wurden nun Gebäude nötig, die die zahlreichen Untertanen beherbergen konnten. Die Erhebung des ansässigen Adels in den Reichsfürstenstand führte zur weiteren Vergrößerung des Hofstaates.

Nachem die hohenlohischen Besitzungen nach 1806 zum Königreich Württemberg fielen, blieben die Stadtrechte dennoch erhalten, es ging aber die Oberamtfunktion mit der eigenen Gerichtsbarkeit verloren. Das Amt Bartenstein wurde weitgehend dem Amt Gerabronn zugeordnet. Für die nähere Umgebung blieb die Stadt mit ihren Gewerbetreibenden, Handwerkern, Ärzten und der Schule weiterhin von großer  Bedeutung.

Von Bartenstein und von der Gemeinde Ettenhausen gibt es jeweils eine Darstellung in den Oberamts Beschreibungen von Gerabronn und von Künzelsau (1883). Beide Darstellungen lohnen sich und geben einen guten Einblick in die Zeit und die Geschichte der Orte:

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  1. Beschreibung des Oberamts „Gerabronn“ (J.G.Cotta Verlag, Stuttgart und Tübingen 1847), Kapitel B 4 (S. 110-20):
    „4. Gemeinde Bartenstein“
  2. Beschreibung des Oberamts „Künzelsau“ (Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1883), Kapitel B 19 (S. 535-43):
    „19. Ettenhausen“.

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Im Januar 1973 wurde Bartenstein in Schrozberg eingemeindet.